Filmmuseum Potsdam

Das Projekt ist ein Beispiel für den denkmalpflegerisch behutsamen Umgang mit einer künstlerisch bedeutenden Bausubstanz, die in drei Phasen überlagert ist:

Das historische, unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist ein Teil des Stadtschlosses und entstand 1685 als Orangerie. In den Jahren 1746 – 48 wurde es von dem Architekten des Königs Friedrich dem Großen, Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, als Marstall umgebaut. Im Krieg beschädigt, wurde der Marstall 1977 zum Filmmuseum umgewandelt. Ein Umbau, der für eine weiterführende Nutzung als modernes Museum, als nicht geeignet betrachtet werden konnte.

Die Grundidee unserer Umbauplanung war, das Ursprungskonzept des historischen Bauwerkes, die Orangerie mit ihren großen, südorientierten Bogenfenstern, im Inneren wieder zur Geltung zu bringen.

Das bedeutete: Öffnung der verdunkelten Fenster, Wiederherstellung des Orangeriecharakters, Beseitigung aller die Mittelachse versperrender Einbauten, wie Treppen, Abstellräume, Klimazentrale, Verlagerung aller neuen Treppen nach Norden, keine Eingriffe in die Bausubstanz des 17. und 18. Jahrhunderts, zugleich Anwendung der Methode des Kontrastes der Moderne zum Alten, bei den Neubaumaßnahmen im Inneren.

Projekt:  Filmmuseum Potsdam

Architekten:  Kohlmaier, B. v. Sartory

Lage:   Breite Strasse 1a, 14467 Potsdam

Bauherr:  Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Schlösser und Garten Potsdam

BGF:  2.410 qm